Zukunft der Mobilität in Dortmund Teil 1 — ÖPNV, Autoverkehr, Dortmunder Flughafen

Der Verkehr ist die wich­tigste Stell­schraube für den Klima­schutz in der Kommu­nal­po­litik. In diesem Bereich ist in den vergan­genen Jahren zu wenig passiert, sodass der CO2-Ausstoß sogar gestiegen ist.

Aus Dort­munder Perspek­tive haben wir folgende Fragen an die Kommu­nal­po­litik gestellt:

Wahlprüfstein-Fragen zum Thema Mobilität 1:

  • Wie soll aus Ihrer Sicht die Mobi­lität im Jahr 2030 in Dort­mund aussehen? Welche Ideen zur Verkehrs­ver­mei­dung werden Sie umsetzen, z.B. kompakte Sied­lungs­struk­turen?
  • Welche prozen­tualen Anteile der verschie­denen Verkehrs­mittel streben Sie für das Jahr 2030 in Dort­mund an? Mit welchen Maßnahmen werden Sie Ihr Ziel errei­chen?
  • Mit welchen Maßnahmen werden Sie den Still­stand beim Ausbau des Stadt­bahn­netzes beheben und die Attrak­ti­vität von Bus & Bahn stei­gern?
  • Möchten Sie finan­zi­elle Mittel für Bus & Bahn eher für Ange­bots­ver­bes­se­rungen einsetzen oder für eine Preis­sen­kung (über die VRR-Verbands­ver­samm­lung)?
  • Fuß- und Radver­kehr benö­tigen mehr Platz. Wie stehen Sie zu einem Rückbau der Flächen des ruhenden und flie­ßenden Kfz-Verkehrs in Dort­mund?
  • Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht der Dort­munder Flug­hafen auf dem Weg zu einem klima­neu­tralen Dort­mund? Wie stehen Sie zu Subven­tionen für Billig­flieger, zur Verlän­ge­rung der Start- und Lande­bahnen und zu einer lang­fris­tigen Schlie­ßung des Flug­ha­fens?

Die bis zum 29.05. einge­gan­genen Antworten der Parteien finden Sie hier oder als pdf zum Down­load. Ange­schrieben wurden alle demo­kra­ti­schen Parteien, die als Frak­tion oder Frak­ti­ons­ge­mein­schaft im Rat vertreten sind. Auf Nach­frage wurden zwei weitere Parteien aufge­nommen. Die momentan im Rat vertre­tenen Parteien sind gemäß der aktu­ellen Sitz­ver­tei­lung sortiert. Weitere Parteien sind in einer sepa­raten Tabelle aufge­führt und alpha­be­tisch sortiert. Als Zeichen­limit für die Antworten wurden 400 Zeichen gesetzt. Es wurde die Option ange­boten, ausführ­li­chere Antworten zu verlinken. Wahl­prüf­stein-Antworten sind unter […] verlinkt; weiter­füh­rende allge­meine Links, die genannt wurden, finden sich unter der letzten Antwort-Tabelle.

Nicht alle Parteien haben ihre Wahl­pro­gramme schon fina­li­siert — das bietet die Chance, jetzt auf die Parteien zuzu­gehen und Klima­schutz als Wahl­kampf­thema zu plat­zieren.

Wahlprüfstein-Antworten zum Thema Mobilität 1:

1) Wie soll aus Ihrer Sicht die Mobilität im Jahr 2030 in Dortmund aussehen? Welche Ideen zur Verkehrsvermeidung werden Sie umsetzen, z.B. kompakte Siedlungsstrukturen?

SPD CDU Grüne Die Linke FDP Piraten Bürger­liste
Wir haben 2030 einen starken ÖPNV, dessen Netz und Taktung wir
ausge­baut haben, von der H‑Bahn bis zur Stadt­bahn. Danach haben wir
ein 365€-Ticket einge­führt. Beim Radver­kehr haben wir ein sicheres und
geschlos­senes Grund­netz, bis weit in die Stadt­teile Schritt für Schritt
weiter ausge­rollt. Neue Quar­tiere wie Spei­cher­straße und
HSP sind auto­frei geplant samt einem guten P&R‑Netz.
Die Mobi­lität im Jahr 2030 wird aus einem Mix von Fußgänger‑, Rad‑, Auto- und öffent­li­chem Nahver­kehr bestehen. Jeder Bürger wird die Mobi­li­täts­form nutzen können, die seinen Mobi­li­täts­be­dürf­nissen am besten entspricht. Mobi­li­täts­aspekte sind ein poli­ti­sches Quer­schnitts­thema. Bspw. werden mobiles Arbeiten (z.B. im Home Office) oder […] Wir wollen Mobi­lität, die sauber, sicher, energie‑, ressourcen- und platz­spa­rend ist. Den Verkehr vom Auto auf Fahr­räder, Busse und Bahnen verla­gern, heißt auch mehr Platz für die Menschen zu schaffen.
Maßnahmen sind z.B.: Auto­freie Quar­tiere, Ausbau der Mobi­li­täts­sta­tionen, Erhö­hung der Park­ge­bühren (auch zur ÖPNV-Finan­zie­rung), neue Konzepte für verrin­gerten und emis­si­ons­armen Liefer­ver­kehr.
Erstre­bens­wert ist es, neue Wohn­bau­ge­biete im Zusam­men­hang mit einer zu erwei­ternden Infra­struktur in einem Prozess zu planen. Anzu­streben ist eine Quar­tier­struktur, die Nahver­sor­gung und Frei­zeit­ak­ti­vi­täten vor Ort mit plant und so weite Wege über­flüssig macht. An wich­tigen Halte­stellen sind sichere Abstell­mög­lich­keiten für Fahr­räder vorzu­sehen – für einen komfor­ta­blen Umstieg auf den ÖPNV. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor.

 

DOS VOLT (ausschließ­lich Direkt­wahl Ruhr­par­la­ment)
Ausbau von Share-System (z.B. Kombi-Ticket ÖPNV) & Auto­ver­leih; Fahr‑, Lasten- oder Elek­trorad. Auto­freie Sied­lungs­struk­turen mit Anwoh­ner­park­raum in Tief­ga­ragen mit Car-Sharing; Dezen­trale fuss­läu­fige Verkaufs­flä­chen mit Stadtrandlager/Umschlagsplätze & fossilfreier Anlie­fe­rung; Ausbau &Takterhöhung H- und Stadt-Bahn; Umwelt­spuren. Nach dem Vorbild von Houten streben wir ein gut vernetztes Rad- und Fußwe­ge­netz sowie eine strikte Tren­nung der Stadt­teile für den Auto­ver­kehr an. Dies gewähr­leistet einen PKW-armen inner­städ­ti­schen Verkehr ohne die Einwohner mit PKW von der Außen­welt abzu­schneiden. Zusätz­lich sollen Sharing-Ange­bote und ÖPNV trans­pa­rent und einfach buchbar sein (z.B. Jelbi, wo verschie­dene Trans­port­mittel vergli­chen werden).

2) Welche prozentualen Anteile der verschiedenen Verkehrsmittel streben Sie für das Jahr 2030 in Dortmund an? Mit welchen Maßnahmen werden Sie Ihr Ziel erreichen?

SPD CDU Grüne Die Linke FDP Piraten Bürger­liste
Der Modal Split hat sich deut­lich zugunsten des Umwelt­ver­bundes
(67%) verschoben, der ÖPNV-Anteil liegt nun bei 25%, der Anteil der
Fahr­rad­fahrten bei 18% und die der Fußwege bei 24%
Die prozen­tualen Anteile der Verkehrs­mittel werden sich entspre­chend der Nach­frage der Nutzer verän­dert haben. So wird insb. in den inner­städ­ti­schen Bezirken und durch die Reali­sie­rung des RS 1 und eines durch­gän­gigen auf Neben­straßen geführten Radwe­ge­netzes der prozen­tuale Anteil des Radver­kehrs zunehmen. […] Wir wollen eine Stei­ge­rung des Radver­kehrs auf mind. 30% und mehr Anreize zum Umstieg auf den ÖPNV.
Maßnahmen sind z.B. mehr Fahr­rad­straßen, die grüne Welle fürs Rad statt fürs Auto, eine sichere Infra­struktur, Umset­zung des RS1, sichere Abstell­mög­lich­keiten, Tempo 30 in der gesamten Stadt, freie Nutzung des ÖPNV für Schüler*innen und Azubis sowie eine Mobi­li­täts-Flat­rate.
Wir möchten den Modal Split in Rich­tung einer deut­li­chen Verschie­bung zugunsten von ÖPNV, Rad- und Fußver­kehr verän­dern – je mehr desto besser. Bei jedem einschlä­gigen Planungs­schritt müssen alle in diese Rich­tung weisenden Hand­lungs­spiel­räume genutzt werden. Es müssen mehr Flächen für Fuß- und Radver­kehr bereit­ge­stellt werden. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor.

 

DOS VOLT (ausschließ­lich Direkt­wahl Ruhr­par­la­ment)
Privat: 30% Fußweg, 30% Fahrrad, 30% ÖPNV, 10% PKW
Umbau Logis­ti­scher Verkehre (Umschlag­plätze), Reduk­tion fossiler Anlie­fe­rung. Die Attrak­ti­vität der Maßnahmen unter Punkt 1 stei­gern durch Kombi-Tickets, die auch eine Ermä­ßi­gung anderer städ­ti­scher Ange­bote ermög­li­chen. ÖPNV muss güns­tiger sein als das Auto — auch für Fami­lien! Inner­städ­ti­scher Park­raum muss entspre­chend bepreist werden.
Die Auftei­lung der Verkehrs­mittel ist nach Nutzung zu unter­scheiden und eine genaue prozen­tuale Auftei­lung daher nicht pauschal möglich. Für den rein inner­städ­ti­schen Verkehr sollte der PKW aller­dings eine stark unter­ge­ord­nete Rolle spielen. Dies ist nur durch ein gut vernetztes Rad- und Fußwe­ge­netz sowie einer strikten Tren­nung der Stadt­teile für den Auto­ver­kehr zu errei­chen.

3) Mit welchen Maßnahmen werden Sie den Stillstand beim Ausbau des Stadtbahnnetzes beheben und die Attraktivität von Bus & Bahn steigern?

SPD CDU Grüne Die Linke FDP Piraten Bürger­liste
Unser OB-Kandidat, Thomas West­phal, legte im Dezember ein ÖPNV­Pa­pier
vor, in dem er die Maßnahmen darlegte: Ausbau der Stadt­bahn-
Außen­stre­cken (Benning­hofen, Welling­hofen, Westfalenhütte/Kirchderne,
Kirch­linde), die Verlän­ge­rung der H‑Bahn nach Barop, zu SMART RHINO
und zum Hafen, sowie ein 365€-Ticket für Dort­mund. Alle Kinder und
Jugend­liche bis 18 Jahren sollen ein kosten­loses Ticket erhalten.
Wir wollen die Erar­bei­tung eines Stadt­bahn­ent­wick­lungs­kon­zeptes. Die Fort­füh­rung von ggf. veral­teten Stadt­bahn­pla­nungen erscheint uns nicht mehr zeit­gemäß. Dabei sind eben­falls der Busver­kehr sowie der SPNV weiter zu opti­mieren. Zukunfts­pro­jekte wie die Auswei­tung der H‑Bahn oder denk­bare Gondel-Bahnen sollen auf ihre Mach­bar­keit über­prüft werden. […] Wir wollen eine verbes­serte Taktung, bessere Anschlüsse für Stadt­bahn und Regio­nal­ver­kehr, Vorran­g­routen für Busse und deut­lich mehr Fahr­zeuge, um ein ÖPNV-Grund­an­gebot rund um die Uhr — auch unter der Woche — zu ermög­li­chen.
Das Stadt­bahn­kon­zept muss an die aktu­elle Situa­tion und zukünf­tige Entwick­lungen ange­passt werden. Das schließt eine sinn­volle Erwei­te­rung des Stadt­bahn­netzes und der H‑Bahn ein – auch um Neubau- und Gewer­be­ge­biete optimal anzu­binden.
1: Erhö­hung der Taktung. Ausbau von Stre­cken und Ergän­zung durch Busse.
2. Verlän­ge­rung der ober­ir­di­schen Stationen, um mit mehr Wagen fahren zu können.
3. Auswei­tung der Versor­gung in den Abend- und Morgen­stunden. Mindest-Aufent­halts­qua­lität an den Halte­stellen (Wetter­schutz, Sitz­ge­le­gen­heiten.) Für Rand­ge­biete: Busan­gebot „on demand“. Sinkende Preise.
Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor.

 

DOS VOLT (ausschließ­lich Direkt­wahl Ruhr­par­la­ment)
Abga­be­um­lage: Deut­liche Erhö­hung der Preise des inner­städ­ti­schen Park­raums, Maut für Innen­stadt­ver­kehr. Taktung, Anbin­dung & Vernet­zung des ÖPNV verbes­sern. Anpas­sung für Menschen mit Behin­de­rung. P&R‑Parkplätze mit Rabatt­funk­tion für inner­städ­ti­sche Geschäfte. Alle Schü­le­rinnen & Schüler müssen früh an die Vorteile gewöhnt werden — gleiche Rechte auf kosten­güns­tige Nutzung. Durch die zuge­sagten Landes­mittel von knapp 100 Mio. EUR verfügt die DSW21 bereits über die nötige Planungs­si­cher­heit und plant weit­rei­chende Inves­ti­tionen. Vor diesem Hinter­grund sind Ausbau­pläne einfa­cher zu reali­sieren. Wichtig ist die früh­zei­tige Einbin­dung in Projekte wie Tech­no­logie-Hubs wie z.B. um die TU und Phönix West, sodass der Arbeitsweg mit maximal einma­ligem Umsteigen ermög­licht wird.

4) Möchten Sie finanzielle Mittel für Bus & Bahn eher für Angebotsverbesserungen einsetzen oder für eine Preissenkung (über die VRR-Verbandsversammlung)?

SPD CDU Grüne Die Linke FDP Piraten Bürger­liste
Wir wollen im gesamten Ruhr­ge­biet ein 365€-Jahresticket, aber zuvor
muss das Angebot verbes­sert werden. Qualität rauf, Preise runter, das ist
unsere Reihen­folge. Dazu gehören neue Stre­cken, umwelt­freund­liche
Busse und moderne Stadt­bahn­wagen. Die Koope­ra­tion der
Verkehrs­ge­sell­schaften im Ruhr­ge­biet und in West­falen muss auf neue
orga­ni­sa­to­ri­sche Füße gestellt werden. Wir wollen eine Reform des VRR.
Eine Attrak­ti­vi­täts­stei­ge­rung des ÖPNV kann nur erfolgen, wenn die Infra­struktur intakt ist, vorhan­dene Infra­struk­turen ertüch­tigt werden und ziel­ge­rich­tete Ausbauten der Infra­struktur statt­finden. Dies wird in der Folge zu einer erhöhten Nutzung des ÖPNV führen. Erst zum Abschluss kann hier­nach die Entschei­dung über eine Preis­sen­kung stehen (vgl. auch das Wiener Modell). Wir wollen – in Abstim­mung mit den Verkehrs­ver­bänden – eine Mobi­li­täts-Flat­rate für ganz NRW, über Verkehrs­ver­bunds­grenzen hinweg. Gleich­zeitig zur Preis­sen­kung müssen der Ausbau der Stre­cken und der Kauf von Stadt­bahnen und umwelt­scho­nender Busse voran­ge­trieben werden.
Über die Einspa­rung der Flug­ha­fen­sub­ven­tionen könnte kommunal Geld zur Verfü­gung gestellt werden. Doch vor allem braucht es drin­gend eine weiter­ge­hende Unter­stüt­zung von Bund und Land.
Die LINKE ist für einen kosten­losen ÖPNV für alle. In einem ersten Schritt muss der VRR das Sozi­al­ti­cket um die Hälfte verbil­ligen. Weitere Einstiege könnten stark verbil­ligte oder kosten­freie Ange­bote für bestimmte Nutzer­gruppen, z.B. Schüler*innen und Azubis, sein.
Stre­cken­ausbau und Auswei­tung der Fahrt­zeiten sind jedoch genauso wichtig, insbe­son­dere wenn es zu einer höheren Nach­frage kommt.
Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor.

 

DOS VOLT (ausschließ­lich Direkt­wahl Ruhr­par­la­ment)
Keine „entweder-oder“-Frage, beides ist wichtig! Ausbau muss über Steu­er­ein­nahmen, nicht über Ticket ange­schoben werden. ÖPNV muss kosten­güns­tiger als Privat­ver­kehr sein — auch für Fami­lien. Kosten­freie Nutzung für alle Schü­le­rinnen & Schüler. Ausbau Sozial-Ticket. Alter­na­tives kommu­nales Ticket muss erheb­lich güns­tiger werden für Einwohner. Beides ist eine zwin­gende Notwen­dig­keit um eine Verkehrs­wende zu ermög­li­chen. Die Fahr­gast­zahlen sind trotz leichtem Rück­gang auf einem hohen Niveau, sodass die Ange­bots­ver­bes­se­rung zu prio­ri­sieren ist. In Hinblick auf Preis­sen­kung ist beson­ders die Tarif­struktur so anzu­passen, dass Monats-/Jah­res­karten sich deut­lich schneller rentieren und dadurch von mehr Personen benutzt werden.

5) Fuß- und Radverkehr benötigen mehr Platz. Wie stehen Sie zu einem Rückbau der Flächen des ruhenden und fließenden Kfz-Verkehrs in Dortmund?

SPD CDU Grüne Die Linke FDP Piraten Bürger­liste
Wir brau­chen neue Stan­dards für Radver­kehrs­an­lagen, insbe­son­dere bei
Wegbreite und Kreu­zungen. Für die sichere und komfor­table Abwick­lung
des Fuß- und Radver­kehrs sind wir bereit, Park­plätze zurück­zu­bauen und
Straßen zu verengen. Auch eine bedarfs­ge­rechte Redu­zie­rung des
Tempos sehen wir als sinn­voll an. Eben­falls muss man für Sicher­heit
zwischen Fußgän­gern und Radfah­rern sorgen.
Entschei­dend sind intel­li­gente Lösungen, um den Fuß- und Radver­kehr zu fördern. Ein Fahr­rad­park­haus auf dem Deck einer bishe­rigen Kfz-Tief­ga­rage anstatt einer sonst dafür nötigen Flächen­ver­sie­ge­lung des Stadt­gar­tens oder ein durch­gän­giger Radring um den Wall – unter der Redu­zie­rung von Park­plätzen, aber ohne Wegfall von Spuren für den Kfz-Verkehr – sind solche intel­li­genten Lösungen, die uns […] Wir kämpfen für die Rück­erobe­rung des Stra­ßen­raums durch Fußgänger*innen und Radfahrer*innen: Der Stra­ßen­quer­schnitt muss neu geplant werden, das Auto muss Platz abgeben. Wir wollen breite Bürger­steige, sichere Radwege, barrie­re­freie und sichere Querungen, letz­teres vor allem durch Rückbau von Park­plätzen und Ausbau von Frei­flä­chen. Weniger Auto­spuren lassen zudem mehr Platz für Bäume und Grün­flä­chen. Ein Rückbau der genannten Flächen führt zu einer erheb­li­chen Verbes­se­rung urbaner Lebens­qua­lität. Er redu­ziert Lärm- und Abgas­be­las­tung.
Gewon­nene Flächen können begrünt und beispiels­weise mit Sitz­mög­lich­keiten ausge­stattet werden und so in Flächen mit Aufent­halts­qua­lität verwan­delt werden. Dabei können sie gleich­zeitig genug Platz für umwelt­freund­liche Mobi­lität bieten.
Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor.

 

DOS VOLT (ausschließ­lich Direkt­wahl Ruhr­par­la­ment)
Ein Rückbau ist nötig, Entsie­ge­lung der Flächen schafft auch mehr Lebens­qua­lität & verbes­sert die Luft­qua­lität. Mehr kosten­pflich­tige Tief­ga­ragen & Stadt­rand­park­raum mit kosten­freiem Pendel­ver­kehr oder Rabatt­funk­ti­on­sti­ckets. Einbahn­straßen schaffen (z.B. Wall). Reduk­tion des fossilen Liefer­ver­kehrs. Verbot von Schwer­last­trans­por­tern (Ausnahme nur durch Geneh­mi­gung). Im Vergleich zum moto­ri­sierten Indi­vi­du­al­ver­kehr benö­tigen Fuß- und Radver­kehr deut­lich weniger Platz. Wenn diesen mehr Fläche zur Verfü­gung gestellt wird, steigt die Attrak­ti­vität und der Anteil, wodurch auto­ma­tisch weniger Fläche für den PKW-Verkehr benö­tigt wird. Eine solche Umwid­mung von Flächen muss zwin­gend durch ein Gesamt­kon­zept gestützt werden, indem die einzelnen Phasen geplant und vermit­telt werden.

6) Welche Rolle spielt aus Ihrer Sicht der Dortmunder Flughafen auf dem Weg zu einem klimaneutralen Dortmund? Wie stehen Sie zu Subventionen für Billigflieger, zur Verlängerung der Start- und Landebahnen und zu einer langfristigen Schließung des Flughafens?

SPD CDU Grüne Die Linke FDP Piraten Bürger­liste
Wir stehen an der Seite der ca. 1.300 Beschäf­tigten in und um den
Flug­hafen Dort­mund – einen der erfolg­reichsten bundes­weit. Der
Flug­hafen gehört zur städ­ti­schen Infra­struktur und sollte
weiter­ent­wi­ckelt werden. Die Verlän­ge­rung der Start­bahn ist nur sinn­voll,
wenn es lang­fristig einen Bedarf gibt. Aufgrund der aktu­ellen Situa­tion
schnelle Schlüsse ziehen zu wollen, halten wir für nicht ange­bracht.
Für die CDU Dort­mund hat sich der Dort­munder Flug­hafen unter den bestehenden Rahmen­be­din­gungen hinsicht­lich Betriebs­zeiten und Länge der Start- und Lande­bahn am Markt etabliert. Ände­rungs­be­darf an den bestehenden Rahmen­be­din­gungen sehen wir nicht. Die Bewäl­ti­gung der Folgen der Corona-Krise wird zeigen, ob ein dezen­traler Luft­ver­kehr in Europa noch markt­gängig sein wird. Wir fordern den Rückbau des Airports und eine Umnut­zung des Flug­ha­fen­ge­ländes, z.B. für die Ansied­lung nach­hal­tiger Unter­nehmen mit zukunfts­fä­higen Jobs. Seit dem Ausbau im Jahr 2000 haben die Dort­munder Stadt­werke DSW21 den Flug­hafen insge­samt mit mehr als 300 Millionen Euro subven­tio­niert. Klima­po­li­tisch und wirt­schaft­lich ist der Betrieb dieses regio­nalen Flug­ha­fens für uns unver­ant­wort­lich. Die LINKE strebt die Schlie­ßung des Flug­ha­fens an. In Erwar­tung schie­nen­ge­bun­dener Alter­na­tiven könnte er allen­falls vorüber­ge­hend als Geschäfts­flug­hafen akzep­tiert werden. – Jede Auswei­tung des Flug­be­triebs, sowohl zeit­lich wie auch hinsicht­lich der Fläche, lehnen wir ab, ebenso jegliche Subven­tion. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor. Antworten liegen nicht vor.

 

DOS VOLT (ausschließ­lich Direkt­wahl Ruhr­par­la­ment)
Die Nutzung des Flug­ha­fens muss umge­dacht werden, solange dessen Verträge noch laufen. Keine Kurz­stre­cken­flüge mehr unter 2 Stunden Flug­zeit, Nutzung max. als Cargo­um­schlag. Fossilfreier Flug­ver­kehr z.B. erste Flug­elek­tro­taxis. Start- & Lande­bahn sollen nicht ausge­baut werden. Flug­sub­ven­tionen müssen ausge­schlossen werden. In Zukunft wird der Flug­ver­kehr (nicht zuletzt durch Corona) abnehmen. Sowohl klima­tech­nisch als auch wirt­schaft­lich muss die Sinn­haf­tig­keit von DTM, FMO und PAD zwischen DUS und HAJ in Frage gestellt werden. Als Volt schauen wir stets über poli­ti­sche Grenzen hinaus und befür­worten daher eine genaue Analyse dieser Stand­orte im über­re­gio­nalen Kontext. Eine Tren­nung von Infra­struktur und Betrei­ber­ge­sell­schaft (Privat­wirt­schaft) kann die nötige Trans­pa­renz schaffen.

Angegebene Links zu weiterführenden Informationen

Die Linke: Unser komplettes Wahl­pro­gramm finden Sie unter www.dielinke-dortmund.de