Wer wir sind

Es ist 5 vor 12

Die Bedro­hung der Lebens­grund­lagen auf unserem Planeten durch den Klima­wandel ist inzwi­schen ins allge­meine Bewusst­sein gerückt. Neben der Tier- und Pflan­zen­welt ist auch die mensch­liche Gesund­heit massiv gefährdet.

Auch in Dort­mund demons­trieren frei­tags regel­mäßig Schüler*innen und Studie­rende (Fridays for Future) für den Klima­schutz. Eltern, Wissenschaftler*innen und viele andere Menschen haben sich dem Protest ange­schlossen.

Es besteht drin­gender Hand­lungs­be­darf sowohl auf inter­na­tio­naler, natio­naler als auch lokaler Ebene.

Die Stadt Dort­mund ist seit 1993 Mitglied im Klima-Bündnis der euro­päi­schen Städte. Wich­tigstes Ziel: massive CO2-Minde­rung. Doch passiert ist zu wenig.

Auf Bundes­ebene müssen endlich die gesetz­li­chen Rahmen­be­din­gungen geschaffen werden, die für einen wirk­samen Klima­schutz notwendig sind. Auf lokaler Ebene müssen Maßnahmen insbe­son­dere in den Berei­chen Energie, Verkehr und Stadt­pla­nung ergriffen werden.

Neben den poli­ti­schen Entscheidungsträger*innen stehen wir Bürger*innen in der Verant­wor­tung. Bei Ernäh­rung und Mobi­li­täts­ver­halten können wir z. B. direkt Ände­rungen herbei­führen.

Die Dramatik erlaubt kein Igno­rieren, kein Wegsehen mehr. Die nächsten zehn Jahre werden entschei­dend sein für unser (Über-)Leben auf unserem Planeten!

Daher haben wir uns im Mai 2019 zum „Klima­bündnis Dort­mund“ zusam­men­ge­schlossen.

 

Klimabündnis für Dortmund

Der Zusam­men­schluss so vieler Verbände und Initia­tiven ist in dieser Form einmalig für Dort­mund. Das Bündnis zeigt das breite Spek­trum des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments für den Klima­schutz in unserer Stadt.

Wir wollen sowohl die kommu­nalen Entscheidungsträger*innen als auch unsere Mitbürger*innen bewegen, sich viel stärker als bisher für Klima­schutz zu enga­gieren. Hierzu laden wir zu Klima­dia­logen und weiteren Veran­stal­tungen ein. Wir sind bereit, uns mit unseren jewei­ligen fach­li­chen Kompe­tenzen einzu­bringen, Ideen und Vorschläge zu erar­beiten.

Unsere Vorstel­lung zur Arbeits­weise: Im Klima­bündnis Dort­mund haben sich Initia­tiven zusam­men­ge­funden, die in einzelnen Themen­fel­dern sehr viel Erfah­rung mitbringen. In klei­neren Arbeits­gruppen entwi­ckeln wir Ideen und konkrete Forde­rungen. Monat­liche Treffen im Plenum dienen dem inhalt­li­chen Austausch und der Vernet­zung. Hier werden das weitere Vorgehen, Aktionen und Projekte geplant.

Das Bündnis steht weiteren Unterstützer*innen offen.

 

Forderungen und Ideen

2020 startet Dort­mund das kommu­nale Hand­lungs­pro­gramm „Klima Luft 2030“. Die akute Dring­lich­keit für Klima­schutz muss sich in dem neuen Hand­lungs­pro­gramm wieder­finden.

Unsere Vorstel­lungen für ein lebens­wertes, enkel­taug­li­ches Dort­mund:

Ener­gie­po­litik:
Wir fordern für Dort­mund, dass DEW21 voll­ständig in kommu­nale Hand kommt und dass die Bindung an fossile Ener­gie­träger so schnell wie möglich beendet wird. Von Dort­mund aus fordern wir auf allen Ebenen den Ausstieg aus den fossilen Ener­gie­trä­gern (insbe­son­dere der Braun­kohle). Statt­dessen muss der Ausbau der Erneu­er­baren Ener­gien massiv beschleu­nigt werden.

Verkehrs­po­litik:
Wir wollen eine lebens­werte, auto­arme Stadt mit mehr Platz für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen sowie einen attrak­tiven Nahver­kehr. Die Domi­nanz des Auto­ver­kehrs muss gebro­chen werden.

Umwelt- und Stadt­pla­nung:
Wir kämpfen für eine klima­ge­rechte Stadt- und Land­schafts­pla­nung. Einen Ernäh­rungsrat und ökolo­gi­sche Land­wirt­schaft sowie Grenzen des Wachs­tums werden wir in die regel­mä­ßige Arbeit einbe­ziehen.

Regio­naler Austausch, über­re­gio­naler Kampf:
Klima­schutz kennt keine Grenzen. Daher werden wir auch über die Stadt­grenzen hinaus aktiv und vernetzen uns über­re­gional. Ob das Gewer­be­ge­biet nebenan, Anti-Atom­kraft oder der Hamba­cher Wald:

Wir mischen uns ein. Wir zeigen Flagge!