Zehntausende demonstrieren in Köln für die Energiewende – auch das Klimabündnis war dabei

Demo Köln 12.4.26

„Erneuerbare Energien verteidigen!“ war das Motto der Großdemonstration. Am 18. April gingen in Köln Zehntausende Menschen auf die Straße, um für den konsequenten Ausbau von Wind- und Solarenergie zu protestieren. Bundesweit beteiligten sich an den zeitgleich stattfindenden Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln und München rund 80.000 Menschen.

Auch aus Dortmund reisten zahlreiche Aktive der Umweltbewegung mit eigenen Transparenten an, unter ihnen waren die Bürgerenergie-Genossenschaft, Parents for Future und das Klimabündnis Dortmund. „Endlich mal wieder eine richtig schöne große Demo. Wenn nur nicht der Anlass dafür so frustrierend wäre.“, freute sich eine Teilnehmerin.

Kritik an der Energiepolitik
Im Mittelpunkt der Kundgebung auf dem Heumarkt stand die Kritik an der Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Die Redner:innen, darunter Yasin Hinz von den Fridays for Future, die grüne Fraktionsvorsitzende Katharina Dröge und der Klimaforscher Niklas Höhne warfen der Regierung vor, den Ausbau erneuerbarer Energien auszubremsen und stattdessen auf fossile Lösungen zu setzen. Besonders kritisiert wurden Kürzungen bei Entschädigungen für abgeregelten Ökostrom, neue Hürden für Solarprojekte, der starke Fokus auf fossile Gaskraftwerke und CCS sowie der zu langsame Ausbau von Stromnetzen und Speichern.

Erneuerbare Energien sind auch die bessere Antwort auf den Energiepreisschock als Folge des Iran-Kriegs. Sie senken die Strompreise langfristig, machen die Versorgung unabhängiger und sichern zugleich heimische Arbeitsplätze im Mittelstand und in der Industrie. Auf Hausdächern, in Bürgerenergieprojekten und in den Regionen entsteht so eine demokratische und gemeinwohlbasierte Energieversorgung.

Was macht Katharina Reiche eigentlich beruflich?
Viele selbst gemalte Transparente und Slogans beim anschließenden Demonstrationszug durch die Innenstadt und vorbei am Kölner Dom machten eine Botschaft deutlich: mehr Tempo bei der Energiewende, kein Einfluss der fossilen Lobby. Was die Umweltengagierten von außerhalb übrigens besonders beeindruckte, waren die Musikgruppen an der Demoroute, die bekannte Hits kreativ mit neuen Texten versahen und professionell zum besten gaben. „Das ist schon eine eigene Kultur hier. So etwas haben wir in Dortmund nicht.“, sagte ein Teilnehmer.

Hier noch ein paar optische Eindrücke (Bildquellen Annette Hinrichs(2), Bettina Neuhaus (10), Henning Markgraf (3,4,5,11,12), Peter Silberg (6,Titel), Sabine Darschnik (1), Hans-Georg Schwinn (7,8,9):

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