Die große Demo in Köln war kaum vorbei, schon ging es weiter mit dem Protest. Am bundesweiten Klimastreik der Fridays for future beteiligten sich auch in Dortmund etwa 100 aktive Menschen aus der Umweltbewegung.
(Bildquelle: HGSchwinn)


Hier das Grußwort von Eva Lechtenberg vom Klimabündnis.
Liebe Aktivistinnen, Aktivisten, Mitkämpferinnen und Mitkämpfer für die Energiewende!
Danke an Fridays for Future, dass sie diese Kundgebung organisiert haben.
Danke dass ich hier für das Klima Bündnis Dortmund sprechen darf.
Im Klimabündnis Dortmund haben sich die unterschiedlichsten Initiativen und Verbände zusammengeschlossen, weil sie erkannt haben, dass ein gutes Leben für alle ohne Klimaschutz nicht möglich sein wird.
Wir sind heute hier, um Klartext zu reden.
Dass die Nutzung fossiler Brennstoffe die Klimakrise verursacht und vorantreibt bestreiten inzwischen nur noch Ideologen und Lobbyisten.
Dennoch will das Wirtschaftsministerium unter Katherina Reiche die Energieversorgung durch viele neue Gas-Backup-Kraftwerke sichern.
Wie sicher die Versorgung durch fossile Energie ist, kann gerade jeder, der einen Gasvertrag braucht oder der tanken muss, am eigenen Geldbeutel spüren.
Und dennoch will Ministerin Reiche mehr Gas. Ihre Argumente? Die kommen direkt von E.ON.
Angeblich ist Vorsorge nötig wegen Dunkelflauten.
Schauen wir auf die Realität.
Dunkelflauten sind selten, kurz (2-8 Tage) und nicht europaweit.
Die längste in Deutschland dokumentierte Dunkelflaute im Januar 2025 wurde durch den europäischen Stromverbund gemeistert – dank Importen, Diversifikation und Reserven.
Kein Blackout, keine Krise!
Das Ministerium verfolgt Lobby-Wünsche statt Innovation.
Das verzögert die den Ausbau der erneuerbaren Energien treibt die Strompreise für Verbraucher hoch
und bindet uns an unsichere fossile Importe
und bindet uns an die Preisrisken des Weltmarktes.
Statt 1. Ängste vor Energielücken zu schüren und Reservekraftwerke zu fordern,
und statt 2. Netzüberlastung als Vorwand für den Förderstopp von erneuerbaren Energien zu verwenden,
sollte die Politik endlich Speichertechnologien entschlossen fördern.
Die Technologien sind da: Autobatterien zur Netzstabilisierung, Batteriespeicher, Pumpspeicher, Wasserstoff.
Die Förderung: allenfalls ein Flickenteppich.
Wir fordern von der Politik: Mut und Förderung für Innovation, für günstigen, grünen Strom und echte Unabhängigkeit.
Vielen Dank – lasst uns dranbleiben.