Klimaschutz vor Straßenausbau! PM zum Ausbau der OW III a

Schnell­straße bei Nacht — Quelle: www.pexels.com

Das Klima­bündnis Dort­mund unter­stützt den Protest von Natur- und Umwelt­schutz­ver­bänden, Bürger­initia­tiven sowie den GRÜNEN und LINKEN gegen die beab­sich­tigte Fort­set­zung der Planung der Landes­straße L 663n (OW III a) durch Land NRW und Stadt Dortmund.

Die Stadt hat bisher große Mühe, die Anfor­de­rungen des Klima­schutzes gemäß der selbst gesteckten Ziele in den Master­plänen Mobi­lität und Klima für 2030 und 2050 zu errei­chen. Zugleich sind die Folgen des Klima­wan­dels immer spür­barer. Ange­sichts dieser Tatsa­chen ist es skan­dalös, die vor 30 Jahren begon­nene und zwischen­zeit­lich ruhende Planung einer Schnell­straße fort­zu­setzen, die in ekla­tantem Wider­spruch zum Natur- und Klima­schutz steht. Die Ziele der drin­gend notwen­digen Verkehrs­wende werden damit genauso verletzt wie der Erhalt wert­voller Frei- und arten­rei­cher Grün­flä­chen und Feucht­ge­biete, die am Rande des Natur­schutz­ge­bietes Wickeder Ostholz liegen. Die Fort­set­zung einer solchen klima­feind­li­chen Planung wäre ein fatales Signal und für den Klima­schutz der Stadt ein Rückschritt.

Das Klima­bündnis fordert die Verant­wort­li­chen der Stadt auf, den Ausbau der Schnell­straße endgültig ad acta zu legen und zugleich ÖPNV und Fahr­rad­ver­kehr in West-Ost-Rich­tung der Stadt deut­lich zu verbes­sern. Klima­schutz vor Stra­ßen­ausbau. Klima­schutz endlich konse­quent betreiben!

VCD: Autoprämie ist keine Lösung — Faktencheck des VCD.

Warum Kaufprämien für Autos keine Lösung sind — und was stattdessen nötig ist

Laut­stark fordert die Auto­in­dus­trie, dass der Staat den Kauf von Autos mit Steu­er­gel­dern fördert. Der unter der Corona-Pandemie leidende Absatz soll wieder ange­kur­belt und die Beschäf­ti­gung in der Branche gesi­chert werden. Das Wort „Abwrack­prämie“ wird tunlichst vermieden. Statt­dessen ist von einer Inno­va­tions- oder Start­prämie die Rede. Doch wie schon 2009 geht es im Kern darum, …  weiter­lesen

Städtische Mobilität nach Corona: Auto-Kollaps oder Fahrrad-Boom?

Popup- Radweg — Cover­bild der Greenpeace-Studie

Eine neue Studie von Green­peace zeigt, wie wichtig gerade nach der Corona-Zeit eine Verkehrs­wende in den Städten ist. Die Studie begründet die Forde­rungen nach dem Ausbau der Radin­fra­struktur, nach einer Mobi­li­täts­prämie für alle und nach Umwid­mung von Verkehrs­flä­chen und der schnellen Einrich­tung von Pop up-Radwegen.

300 Radfahrende testen neuartigen Radfahrstreifen

Foto: Sebas­tian Peter

Über 300 Radfah­rende haben am Dienstag eine Test­fahrt auf einer soge­nannten Pop-up-Bikelane auf dem Heiligen Weg in Dort­mund gemacht. Bei einem solchen vorüber­ge­hend ange­legten Radweg wird der gesun­kene Auto­ver­kehr in der Corona-Krise genutzt und ein Fahr­streifen einer mehr­strei­figen Straße in einen Radfahr­streifen umge­wan­delt und mit Leit­ke­geln vom Auto­ver­kehr getrennt.

„Von 17 Uhr bis 18 Uhr war der Heilige Weg mit dem Fahrrad entspannt und sicher befahrbar“, meint Peter Fricke von Aufbruch Fahrrad Dort­mund und Velo­Ci­tyRuhr und ergänzt: „Selbst Kinder, die den Heiligen Weg norma­ler­weise gar nicht befahren können, waren angst­frei dort unter­wegs und hatten sicht­lich Spaß an dem tollen Streifen.“ Die Straße sei ein Beispiel für die ungleiche Flächen­ver­tei­lung in der Stadt: Es gebe vier Fahr­streifen für den fahrenden Auto­ver­kehr und in den meisten Berei­chen zusätz­lich zwei weitere Streifen für parkende Autos. Insge­samt stünden mehr als 16 Meter für den Auto­ver­kehr zur Verfü­gung, während Radfah­rende auf nur 1,20 m schmalen Schutz­streifen von fahrenden und parkenden Autos in die Zange genommen würden.

„Viele vier­strei­fige Straßen in Dort­mund sind über­di­men­sio­niert, dort würde ein Fahr­streifen pro Rich­tung eigent­lich ausrei­chen“, so Sven Teschke von Aufbruch Fahrrad Dort­mund, „und in der Corona-Krise gilt das wegen des stark zurück­ge­gan­genen Verkehrs natür­lich umso mehr.“ Gerade in solchen Straßen entsprä­chen die Radver­kehrs­an­lagen oft nicht den heutigen Anfor­de­rungen oder fehlten ganz.

Ein Bündnis aus zwölf Fahrrad- und Umwelt­ver­bänden hat darum in einem offenen Brief an den Ober­bür­ger­meister vorge­schlagen, für die Dauer der Corona Krise an einigen mehr­strei­figen Straßen temporär einen Fahr­streifen für den Radver­kehr zu nutzen. Dazu habe man eine Liste von Vorschlägen vorge­legt, bei denen die Umset­zung ganz beson­ders einfach sei. Neben dem Heiligen Weg sind das die Hohe Straße, die untere Ruhr­allee und der Stra­ßenzug Treibstraße/Grüne Straße/Steinstraße. Zu dem stetig wach­senden Bündnis gehören auch die örtli­chen Glie­de­rungen von ADFC, VCD, BUND und NABU sowie die Parents for Future Dortmund.

„Der erste Test am heutigen Tag ist positiv verlaufen“, so Werner Blanke vom ADFC Dort­mund. Nun gehe es darum die Erfah­rung zu nutzen. Für Blanke ist klar: „Das war nicht nur eine Demons­tra­tion, sondern es geht darum, Dinge auch tatsäch­lich umzusetzen.“

Fotos der Aktion auf der Seite von VeloCityRuhr

Quelle: Pres­se­mit­tei­lungvon zur Aktion am 12.05.2002