
(Foto: HGSchwinn / Klimabündnis)
Am 25. Oktober rollten 47 wetterfeste Menschen mit ihren Rädern durch Dortmund – von der Kampstraße über den Wall bis auf die B1 und wieder zurück. Der Regen hielt viele zu Hause, doch während der Demo blieb es trocken – und die Stimmung fröhlich. Die Route ergab auf der Karte eine Neun, ein Symbol für die zentrale Forderung des Tages: Das 9‑Euro‑Ticket zurück – dauerhaft, bezahlbar und mit Fahrradmitnahme.
Die Rednerinnen und Redner machten deutlich, wie dringend es eine echte Verkehrswende braucht. Dabei geht es nicht nur darum, mehr Busse und Bahnen oder mehr Fahrradwege zu schaffen, sondern vor allem darum, weniger Autos in der Stadt zu haben. Nur so können Dortmund und andere Städte ihre Klimaziele erreichen. Trotzdem werden in Deutschland jedes Jahr rund 20 Milliarden Euro in klimaschädliche Subventionen wie das Dienstwagenprivileg oder die Steuerfreiheit von Kerosin gesteckt – Geld, das den Staat weit mehr kostet als die Finanzierung des Deutschlandtickets.
Statt über Preiserhöhungen zu diskutieren, sollte die Bundesregierung endlich mutig umsteuern: Weg von fossilen Privilegien, hin zu klimafreundlicher Mobilität für alle. Dazu gehört ein günstiger Nahverkehr, der zuverlässig funktioniert – und ein Radnetz, das sicher und lückenlos ist. Denn wer sein Fahrrad ohne Angst und ohne Zusatzkosten mitnehmen kann, nutzt ÖPNV und Rad als klimaschonende Einheit.
Die Dortmunder Fridays machen klar: „Wir brauchen eine Politik, die Mobilität als Teil der Lösung versteht – nicht als Problem. Die Verkehrswende ist kein Luxusprojekt, sondern eine Notwendigkeit. Und auch wenn heute nur 47 Menschen bei Regen auf die Räder stiegen, bleibt die Botschaft unüberhörbar: Wir geben nicht auf, bis eine gerechte und klimafreundliche Mobilität Wirklichkeit wird.“