Protestradtour der Flughafengegner

Es ist heiß. Nicht nur die Tempe­ra­turen klet­tern an diesem Sonntag (16. Aug.) erneut auf Rekord­werte, auch die heiße Phase des Wahl­kampfes hat begonnen. Die Flug­ha­fen­be­für­worter dürften ange­sichts des stei­genden Drucks von unten mächtig ins Schwitzen kommen.

Entlang der 16 km langen Strecke von Apler­beck um den Flug­hafen herum und zurück zeigten über 200 Aktive eindrucks­voll ihr „NEIN“ gegen jede Ausbau­pla­nung des Flug­ha­fens. Und nicht nur die 40 Protest-Schutz­westen der SGF-Ordner*innen, sondern viele Orga­ni­sa­tionen und Privat­per­sonen zeigten buch­stäb­lich „Flagge“.

U. a. vom Klima­bündnis Dort­mund pran­gerten mehrere Redner*innen aus umwelt‑, verkehrs­po­li­ti­scher und ökono­mi­scher Sicht den Flug­hafen an und forderten sogar den Rückbau, bzw. Schlie­ßung des Airports. Klar­text auch vom amtie­renden Bezirks­bür­ger­meister von Apler­beck Jürgen Schädel (SPD), der deut­liche Worte gegen die SPD-Rats­frak­tion fand. Übri­gens – so SGF-Vorsit­zender Mario Krüger – wie alle Parteien in Unna (außer der FDP), die sich in diesem Punkt einig sind und keinerlei Verständnis für ihre Dort­munder Partei­freunde haben.

Die GRÜNE OB-Kandi­datin Daniela Schne­cken­burger zeigte einmal mehr die Fehl­ent­schei­dungen der NRW-Politik auf und betonte „Deutsch­land braucht keine Flug­häfen für inner­deut­sche Flüge“.

Das alte, ehemals namens­ge­bende Thema „Lärm“ unter­stri­chen unisono die Anwohner*innen. Nach der Corona-bedingten Auszeit wird der ohren­be­täu­bende Lärm speziell bei den Starts als beson­ders gesund­heits­schä­di­gend wahr­ge­nommen.

Die Protest­tour wird nicht die letzte Aktion der SGF bis zum Wahl­sonntag sein, kündigte Krüger an. Am Sonntag, den 6. September wollen die Gegner*innen sogar direkt in der Flug­halle ihren Protest zeigen. Und an Unterstützer*innen dürfte es nicht mangeln, das sieht man deut­lich an der Zahl von Unter­stüt­zungs­un­ter­schriften und den stei­genden Mitglie­der­zahlen.

Text/Fotos: ©Rita-Maria Schw­algin

Klimadialog über “Ernährung und Landwirtschaft” jetzt komplett auf YouTube!

Alle Beiträge zum Klima­dialog über das Thema “2030 — Dort­mund is(s)t anders — Ernäh­rung und Land­wirt­schaft neu denken” sind ab sofort auf YouTube zu sehen. Reich­lich Infor­ma­tionen zum Einfluss von Ernäh­rung und Land­wirt­schaft auf das Klima.  Außerdem Dort­munder Akteure und Gäste zum Thema, wie die “Soli­da­ri­sche Land­wirt­schaft”, ARIWA, VegaDo, Bioladen “Korn­haus”, Unver­packt­laden “Frau Lose”, der Welt­laden Dort­mund und einige mehr. Auch ein Gast­vor­trag von Anja Bonzheim zum Biozy­klisch-veganen Anbau als klima­ge­rechte Alter­na­tive der Land­wirt­schaft ist Teil des Klima­dia­logs, der auf YouTube jetzt zu sehen ist.

Alle Beiträge sind auf unserem YouTube-Kanal  HIER zu finden.

Ein Vortrag der katho­li­schen Theo­login Dr. Simone Horst­mann zum Thema “Eine kleine Theo­logie der Hühner: Tier­ret­tung als christ­liche Aufgabe” ist auf YouTube HIER zu sehen, ebenso ein Gespräch über eine Theo­logie, die Tiere auf Augen­höhe einbe­zieht, dass Pfarrer Fried­rich Laker mit der Theo­login geführt hat: HIER. Vortrag wie Gespräch wären Teil des Kirchen­tags Mensch-Tier-Schöp­fung in der Paulus­kirche gewesen, der zusammen mit dem Klima­dialog am Wochen­ende Mitte Juni durch­ge­führt worden wäre.

Dokumente zum Klimadialog:

Der Vortrag von Vera Hänel (und Inga Rittner) mit allen Quel­len­an­gaben sowie das Ernäh­rungs-Spiel mit allen Karten und weitere inter­es­sante Down­loads wie Karten und Bilder der land­wirt­schaft­li­chen Flächen in Dort­mund, Infos zum Welt­laden, die Präsen­ta­ti­ons­fo­lien zum Vortrag über Biozy­klisch-veganen Anbau und mehr sind  HIER zum Down­load zu finden.

 

Klimazielplan 2030 der EU — Machen Sie mit bei der Öffentlichen Konsultation! Bringen Sie Ihre Meinung ein!

Foto: Mika Baumeister — unsplash.com

Der euro­päi­sche Grüne Deal zielt darauf ab, Europa zum ersten klima­neu­tralen Konti­nent zu machen. Zu diesem Zweck will die Kommis­sion die Ziel­vor­gabe der EU für die Reduk­tion der Treib­haus­gas­emis­sionen bis 2030 auf mindes­tens ‑50 % bis ‑55 % gegen­über den Werten von 1990 anheben. Alle Bürger*innen der EU können sich an einer Öffent­li­chen Konsul­ta­tion bis 23.6. betei­ligen und damit ihre Meinungen direkt einbringen.

Durch die Anhe­bung des derzei­tigen Reduk­ti­ons­ziels für 2030 wird der Weg zur Klima­neu­tra­lität bis 2050 verste­tigt. Darüber hinaus können so Tempo und Fokus der Über­gangs­an­stren­gungen von heute bis 2050 vorge­geben und es kann sicher­ge­stellt werden, dass die EU bei der nach­hal­tigen Bewäl­ti­gung globaler Heraus­for­de­rungen eine Führungs­rolle über­nimmt. Mit der Konsul­ta­tion sollen .… Weiter­lesen