März-Plenum des Klimabündnisses begann mit einem persönlichen Statement der Sprecherin zum Krieg in Europa

Unsere Spre­cherin Inga Rittner leitete das Plenum am 3. März mit einem State­ment ein, das viele bewegte. Wir veröf­fent­li­chen es hier:

“Wir alle sind in diesen Tagen von den Bildern aus der Ukraine bewegt. Es ist nicht der erste völker­rechts­wid­rige Krieg, den wir seit dem Ende des zweiten Welt­kriegs sehen. Es ist auch nicht der erste Krieg in Europa seit 1945! Dennoch ist er nah.

Wir sehen eine Gesell­schaft — wie du und ich- aus einem ähnli­chen Kultur­kreis, in derselben Klima­zone, mit der glei­chen Mode und den glei­chen Smart­phones, mit demselben Äußeren. Wir sehen eine Gesell­schaft, die in U‑Bahn-Stationen Schutz sucht, Zivi­listen auf der Flucht, Fami­lien, die sich von ihren Männern verab­schieden. Wir kennen Ange­hö­rige, die in Deutsch­land um ihre Lieben in der Ukraine bangen. Bei mir ist es mein Arbeits­kol­lege, der Sohn eines ehema­ligen ukrai­ni­schen Natio­nal­spie­lers im Wasser­ball — quasi Promi­nenz ;). Seine beiden Omas harren aktuell in Kiew aus. So hat jede und jeder von euch wahr­schein­lich eine ähnliche Geschichte.

Der Krieg bewegt uns nicht nur sozial, sondern ist auch ein großer Rück­schlag für unsere Klima­be­we­gung. Kriegs­hand­lungen und…

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Gemeinsam gegen den Krieg — Solidarität mit Fridays for Future Russland und Ukraine

Der Krieg gegen die Ukraine und die von allen Seiten statt­fin­dende Aufrüs­tung ist ein herber Schlag gegen alle Bemü­hungen um den Klima­schutz. Wir soli­da­ri­sieren uns ausdrück­lich mit Fridays for Future Russ­land (hier unten die aktu­ellen Tweets) und Fridays for Future Ukraine. FFF Russia schreibt u.a.: “In a situa­tion where the world is suffe­ring from climate, envi­ron­mental and other crises, war will only exacer­bate these crises, but will not help to solve them. In our time, all conflicts must be resolved through diplo­macy, and not by the blood of civi­lians in other countries.”. 

Klimabeirat kann starten

Rat beschließt neues Gremium — Klima­bündnis mit vier Mitglie­dern vertreten

Der Rat der Stadt Dort­mund hat in seiner Sitzung am 17. Februar mit großer Mehr­heit die Einset­zung des Klima­bei­rats beschlossen. Der Klima­beirat soll ein Binde­glied zwischen Stadt­ge­sell­schaft, Verwal­tung und Politik (Rat, Ausschüsse und Bezirks­ver­tre­tungen) darstellen. Er verfolgt, begleitet und disku­tiert die kommu­nalen Akti­vi­täten zu Klima­schutz und Klima­folgen-Anpas­sung, soll Impulse zur Umset­zung bzw. Beschleu­ni­gung der geplanten Klima­schutz­pro­gramme geben und den Dialog mit der Öffent­lich­keit gewähr­leisten. Seine Funk­tion ist bera­tend und seine Empfeh­lungen sind – anders etwa als beim Beirat Nah-Mobi­lität – grund­sätz­lich öffentlich.

SPD, Grüne, CDU, Linke+ und Die Partei stimmten für die Einbe­ru­fung des Klima­bei­rats, nur die… 

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EU Greenwashing für Atomenergie und Gaskraftwerke

Ein breites Bündnis aus Natur- und Umwelt­schutz­ver­bänden sieht die Ener­gie­wende durch die Taxo­no­mie­pläne der EU-Kommis­sion bedroht. Das Klima­bündnis Dort­mund schließt sich dieser Einschät­zung voll an und unter­stützt den Apell gegen das Green­wa­shing für Atom­energie und Gas.

Hinter­grund

“Die EU-Kommis­sion plant, Inves­ti­tionen in Atom­kraft und Erdgas im Rahmen der EU-Taxo­nomie als nach­haltig einzu­stufen – das unter­läuft den Euro­pean Green Deal und gefährdet den Klima­schutz in Europa. Denn so könnten Milli­arden an Inves­ti­tionen in veral­tete, hoch­ris­kante und klima­schäd­liche Tech­no­lo­gien fließen. Die Nutzung der Atom­kraft ist hoch­ge­fähr­lich, sehr teuer, nicht versi­cherbar und allein schon aufgrund der unge­lösten Endla­ger­frage nicht nach­haltig. Erdgas ist durch die CO2- und Methan­emis­sionen extrem klima­schäd­lich und damit eine klima­po­li­ti­sche Sackgasse.

Die Pläne der Kommis­sion bedrohen die Ener­gie­wende, weil Inves­ti­tionen statt in Erneu­er­bare Ener­gien und CO2-freie Flexi­bi­li­täts­op­tionen in fossile und atomare Tech­no­lo­gien umge­lenkt werden. Sie gefährden auch den Grund­ge­danken der Taxo­nomie als eine Art Nach­hal­tig­keits­label: Wenn auch klima­schäd­liche und hoch­ris­kante Ener­gie­träger als nach­haltig gelten, wird das ganze Label entwertet – das hätte eine fatale inter­na­tio­nale Signal­wir­kung. Nach­hal­tige Geld­an­lagen brau­chen strenge, einheit­liche Regeln. Diese sollte die Taxo­nomie liefern, statt Green­wa­shing zu ermöglichen.”
(Zitat aus dem Apell der Umwelt­ver­bände gegen die Zustim­mung zu dem EU-Kommis­si­ons­vor­schlag, https://aktion.bund.net/eu-taxonomie)

weitere Infor­ma­tionen
Kommentar zum Taxonomie-Beschluss
https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/kommentar-zum-taxonomie-beschluss-eu-kommission-kapituliert-vor-atom-und-erdgas-lobby-bundesregierung-muss-klage-vorbereiten/

Bündnis-Appell zur EU-Taxonomie
https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/buendnis-appell-zur-eu-taxonomie-nein-zu-atom-und-gas

Kurz-Kommentar EU-Taxo­nomie
https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/eu-taxonomie-ampel-regierung-beteiligt-sich-am-erdgas-greenwashing

https://www.ausgestrahlt.de/themen/europa-und-atom/eu-taxonomie/