
(Bildquelle: BUND NRW)
Hamm wurde zum Schauplatz eines eindrucksvollen Signals für die Energiewende: Unter dem Motto „Zukunft statt Gas! Energiewende verteidigen“ versammelten sich am Wochenende tausende Menschen zu einer friedlichen Großdemonstration. Die Teilnehmerzahlen schwankten je nach Quelle zwischen rund 2.700 (Polizei) und bis zu 5.000 (Veranstalter).
Organisiert wurde der Protest von einem breiten Bündnis aus bundesweit aktiven Umweltorganisationen wie Greenpeace, BUND, Campact und Fridays for Future. Gleichzeitig zeigte sich die starke regionale Verankerung: Zahlreiche lokale Umweltgruppen aus dem Ruhrgebiet und dem Münsterland beteiligten sich aktiv am Demonstrationszug. Auch das Klimabündnis war Teil des regionalen Aufrufs (siehe unser Artikel vom 21. Mai) und trug sichtbar zum bunten Fahnenmeer bei.
Die Route der Demonstration war bewusst gewählt: Sie führte vom Gersteinwerk, wo der Bau eines neuen Gaskraftwerks geplant ist, bis zur ehemaligen Zeche Radbod im Hammer Lippepark. Damit verband der Protest symbolisch die fossile Gegenwart mit einer möglichen nachhaltigen Zukunft.
Der emotionale und zugleich spektakuläre Höhepunkt der Demonstration war der Versuch, das größte menschliche Windrad der Welt zu bilden. Etwa 2000 Teilnehmende positionierten sich so, dass sie gemeinsam die Form eines Windrads darstellten – ein starkes Bild für erneuerbare Energien. Besonders beeindruckend: Die „Flügel“ des menschlichen Windrads drehten sich dreimal – koordiniert, diszipliniert und sichtbar erfolgreich. Die Aktion setzte damit nicht nur ein kreatives Zeichen, sondern dürfte auch als Weltrekordversuch in Erinnerung bleiben.
Hier noch ein paar optische Eindrücke (Bildquellen: Fridays4Future/Jonas Dallner (1,2), Hans-Georg Schwinn (3,4,5). Es gibt auch Bewegtbilder vom Weltrekord-Windrad:
https://www.youtube.com/watch?v=z9JYcrhbB7A (Greenpace)
https://www.youtube.com/shorts/q1czEtFJHnA (BUND)




